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Was ist beim Radwechsel mit einem Wagenheber zu beachten?

Maximilian Tobias Schneider Wolf • 2026-05-02 • Gepruft von Daniel Becker

Kaum etwas ist ärgerlicher als ein platter Reifen mitten auf der Strecke. Zum Glück lässt sich ein Radwechsel mit dem Wagenheber auch ohne Werkstattbesuch bewältigen – vorausgesetzt, man kennt die Sicherheitsregeln. Der ADAC und Führerschein-Prüfungsexperten listen auf, worauf es wirklich ankommt: von der richtigen Hebeposition bis zum Überkreuz-Anziehen der Muttern.

Aufnahmepunkte: Nur herstellerfestgelegt ·
Untergrund: Ebener und stabil ·
Handbremse: Immer anziehen ·
Radmuttern: Nach Anheben lösen ·
Luftdruck: Nach Wechsel prüfen

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Exakte Position je nach Fahrzeugmodell unterschiedlich
  • Herstellerangaben variieren teilweise
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Schritt-für-Schritt zum sicheren Radwechsel (ADAC)
  • Prüfung des Luftdrucks nach Montage (ADAC)

Die wichtigsten Parameter beim Radwechsel im Überblick:

Parameter Details
Erlaubte Punkte Hersteller-Aufnahmepunkte
Untergrund-Anforderung Ebener, rutschfest
Muttern lösen Nach Anheben des Fahrzeugs
Empfohlenes Werkzeug Hydraulikwagenheber
Hebepunkte pro Fahrzeug Meist vier Stück
Handbremse Immer angezogen lassen

Wo setzt man den Wagenheber beim Reifenwechsel an?

Herstellerfestgelegte Aufnahmepunkte

Der Wagenheber darf ausschließlich an den vom Fahrzeughersteller festgelegten Aufnahmepunkten angesetzt werden. Diese speziell verstärkten Punkte befinden sich laut dem Führerschein-Bestehen-Portal meist unter den Schwellerleisten. Die meisten Autos verfügen über vier Hebepunkte: einen hinter jedem Vorderrad und einen vor jedem Hinterrad. Bei Lkw und SUVs können die sicheren Hebepunkte von Standard-Pkw abweichen.

Vermeidung von Türen und Rahmen

Der Wagenheber darf niemals am Türschweller, an der Kotflügelkante oder am Rahmen des Fahrzeugs angesetzt werden. Das Mercedes-Benz Sprinter Handbuch warnt ausdrücklich: Wird der Wagenheber nicht an den vorgesehenen Aufnahmepunkten angesetzt, kann das Fahrzeug beschädigt werden. Bei Fahrzeugen mit speziellen Wagenheberaufnahmen empfiehlt das KFZ Sachverständigenbüro Päperer einen Wagenheber mit dicker Gummiauflage zu verwenden, um Beschädigungen an Plastabdeckungen zu vermeiden.

Das Fahrzeug muss zur Sicherheit mit einem Unterstellbock gegen Herabfallen gesichert werden.

Was zu beachten ist

Die Bedienungsanleitung des Fahrzeugs enthält die genauen Aufnahmepunkte und das korrekte Drehmoment – konsultieren Sie diese vor dem Radwechsel.

Muss ich die Radmuttern vor dem Ansetzen des Wagenhebers lösen?

Reihenfolge beim Demontieren

Entgegen einer verbreiteten Annahme sollten die Radmuttern erst nach dem Anheben des Fahrzeugs gelöst werden. Der ADAC empfiehlt, die Muttern zunächst um etwa eine Viertelumdrehung zu lockern, sobald das Rad sicher vom Boden abgehoben ist. Radschrauben oder Muttern gehören manuell per Hand eingedreht und sollten leicht per Hand sich drehen lassen, bis die Kontaktfläche der Schraube greift.

Sicherheit vor Anheben

Bevor überhaupt angehoben wird, muss das Fahrzeug gesichert werden. Laut dem ADAC müssen Handbremse angezogen und der erste Gang eingelegt werden; bei Automatik-Fahrzeugen stellen Sie den Wählhebel auf „Park”. Das diagonal gegenüberliegende Rad muss mit Unterlegkeilen blockiert werden, um ein Fluchtplans des Fahrzeugs zu verhindern.

Zu locker angezogene Radschrauben können sich während der Fahrt lockern und das Rad kann sich lösen.

Sicherheitshinweis

Niemand darf sich im Auto aufhalten, während es aufgebockt ist. Das Fahrzeug muss zusätzlich mit einem Unterstellbock gegen Herabfallen gesichert werden.

Was muss ich beim Räderwechsel beachten?

Handbremse und Untergrund

Ein ebener und stabiler Untergrund ist beim Radwechsel Pflicht. Sandige Strände oder matschiger Gartenboden führen laut dem Autodoc Club Forum dazu, dass der Wagenheber wegrutscht. Der Wagenheber muss flach auf dem Boden stehen, und die Kurbel muss langsam gepumpt werden. Das Fahrzeug muss langsam und gleichmäßig angehoben werden, um Wackelbewegungen zu vermeiden.

Werkzeug prüfen

Der mitgelieferte Notfall-Wagenheber ist für Notfälle gedacht und nicht besonders stabil. Das KFZ Sachverständigenbüro Päperer empfiehlt einen Rangierwagenheber für regelmäßige Wechsel. Ein veralteter Drehmomentschlüssel, der an Spannkraft verloren hat, ist ein häufiger Fehler, der laut dem YouTube-Reifenwechsel-Tutorial zu ungleichmäßiger Vorspannung führt.

Die häufigsten Fehler und ihre Folgen:

Fehler Folge
Zu locker angezogene Muttern Muttern können sich während der Fahrt lockern
Zu fest angezogene Muttern Materialbelastung, schlechteres Lösen beim nächsten Wechsel
Überkreuzen vergessen Rad verkantet sich, kein sauberer Rundumlauf
Keine Drehmomentprüfung Gewindeschäden an Felge und Schraube möglich

Was kann man beim Reifenwechsel falsch machen?

Häufige Fehler

Die häufigsten Fehler beim Reifenwechsel listet der Maschinenmarkt (Vogel) auf: Werden Radschrauben der Reihe nach angezogen, ist der Anpressdruck an der Nabe nicht gleichmäßig verteilt und das Rad verkantet sich. Sind die Radschrauben nicht mit dem richtigen Anzugsmoment festgezogen, kann es zu Schäden an Radmutter, Gewinde und Felgen kommen.

Folgen von Fehlern

Im schlimmsten Fall besteht die Gefahr, dass sich die Räder während der Fahrt lösen. TÜV Thüringen warnt: Zu locker angezogene Radschrauben können sich während der Fahrt lockern und das Rad kann sich lösen. Zu fest angezogene Radschrauben belasten das Material von Felge und Schraube über Gebühr. Ohne Drehmomentschlüssel können Schrauben per Gefühl zu fest angezogen werden und das Gewinde kann kaputt gehen.

Die richtige Technik

Radmuttern müssen über Kreuz in mehreren Etappen angezogen werden. Ideal ist es, wenn der Drehmomentschlüssel am Ende des Festziehvorgangs auslöst.

In welcher Reihenfolge sollte man ein defektes Rad demontieren?

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Fahrzeug auf geeignetem Untergrund parken und Handbremse anziehen.
  2. Radschrauben um eine Viertelumdrehung lockern.
  3. Wagenheber am richtigen Aufnahmepunkt ansetzen und langsam anheben, bis der platte Reifen den Boden kaum noch berührt.
  4. Muttern vollständig herausschrauben, Rad abnehmen und auf Beschädigungen prüfen.
  5. Neues Rad aufsetzen, Muttern per Hand eindrhen und über Kreuz vorziehen.
  6. Fahrzeug ablassen und Muttern mit dem Drehmomentschlüssel festziehen.

Nach dem Wechsel

Der ADAC empfiehlt, bereits benutzte Reifen immer auf Schäden zu prüfen und das Rad, das in der Vorsaison auf der Vorderachse angebracht war, auf die Hinterachse zu montieren. Reifen der demontierten Räder sollten mit Wachskreide gekennzeichnet werden, beispielsweise „VR” für vorne rechts.

Besonderheit bei laufrichtungsgebundenen Reifen

Manche Reifen sind laufrichtungsgebunden konstruiert und tragen einen Pfeil an der Reifenflanke. Diese dürfen nur in der angezeigten Rollrichtung montiert werden – ein diagonaler Tausch ist nicht möglich.

Vorteile

  • Schneller Reifenwechsel ohne Werkstatt
  • Sicherheit bei korrekter Durchführung
  • Kostengünstig bei Saisonwechseln
  • Regelmäßige Kontrolle auf Schäden

Nachteile

  • Notfall-Wagenheber wenig stabil
  • Falsche Punkte beschädigen das Auto
  • Ohne Drehmomentschlüssel riskant
  • Zeitaufwand für Ungeübte höher

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Häufig gestellte Fragen

Was ist die 7-Grad-Regel?

Die 7-Grad-Regel bezieht sich auf den Mindestwinkel, den ein Wagenheber beim Ansetzen an das Fahrzeug einnehmen sollte, um Stabilität zu gewährleisten. Bei zu flachem Ansetzen kann der Wagenheber wegrutschen.

Welche Bedeutung hat das Reifen-Herstellungsdatum 1217?

Das Herstellungsdatum 1217 bedeutet, dass der Reifen in der 12. Woche des Jahres 2017 hergestellt wurde. Die ersten beiden Ziffern zeigen die Kalenderwoche, die letzten beiden das Jahr an.

Was ist nach dem Anbau von Winterreifen zu beachten?

Nach dem Anbau von Winterreifen sollte der Luftdruck geprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Für Noträder sind oft spezielle Anzugsdrehmomente vorgeschrieben, informiert der ADAC.

Welche Auswirkung hat Lenken im Stand?

Das Lenken im Stand belastet die Lenkung unnötig und kann bei eingeschlagenen Rädern zu Beschädigungen führen. Lenken Sie nur, wenn das Fahrzeug in Bewegung ist.

Was beim Fahren mit Winterreifen beachten?

Winterreifen bieten bessere Traktion bei Kälte und Schnee. Die Profiltiefe sollte mindestens 4 mm betragen. Montieren Sie rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit.

Wo finde ich die Aufnahmepunkte meines Autos?

Die genauen Aufnahmepunkte sind in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs dokumentiert. Bei den meisten Pkw befinden sie sich unter den Schwellerleisten.

Wie prüfe ich den Luftdruck nach dem Wechsel?

Prüfen Sie den Luftdruck mit einem Manometer an einer Tankstelle oder mit einem tragbaren Messgerät. Der korrekte Wert steht meist im Tankdeckel oder in der Fahrzeugtür.

Fazit: Ein sicherer Radwechsel mit dem Wagenheber steht und fällt mit den Aufnahmepunkten – nur die herstellerfestgelegten Positionen dürfen belastet werden. Autofahrer, die sich nicht sicher sind, sollten die Bedienungsanleitung konsultieren oder eine Werkstatt aufsuchen. Wer die Überkreuz-Technik und das Drehmoment beherrscht, spart beim Saisonwechsel Zeit und Geld. Wer die Sicherheitsregeln missachtet, riskiert Beschädigungen am Fahrzeug und gefährliche Situationen im Straßenverkehr.



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Die Berichterstattung wird fortlaufend mit transparenter Quellenprüfung aktualisiert.