Es gibt sie noch, die Funkgeräte, die Lkw-Fahrer und Abenteurer seit Jahrzehnten verbinden – CB-Funk lebt weiter, trotz Smartphones und Internet. Seit 1975 in Deutschland zugelassen, ist er heute lizenzfrei und für jedermann nutzbar, mit klaren Regeln und Kaufhinweisen.

Frequenzband: 26,965–27,405 MHz ·
Anzahl Kanäle: 40 ·
Maximale Sendeleistung: 4 Watt AM/FM, 12 Watt SSB ·
Typische Reichweite: 5–10 km ·
Lizenzpflicht: Keine in Deutschland

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • CB-Funk bleibt Nischenhobby, aber aktiv genutzt
  • Neue Geräte mit DMR und digitalen Modi im Kommen
  • EU-harmonisierte Regeln könnten Kanäle vereinheitlichen

Sechs Kerndaten, die den CB-Funk beschreiben:

Merkmal Wert
Frequenzbereich 26,965–27,405 MHz
Kanäle 40
Modulation AM, FM, SSB (optional)
Sendeleistung max. 4 W AM/FM, 12 W SSB
Reichweite 5–10 km (typisch)
Lizenz Keine erforderlich

Gibt es CB-Funk noch?

Ja, CB-Funk existiert weiterhin und wird vor allem von Lkw-Fahrern, Landwirten und Funkamateuren genutzt. In Deutschland ist der Betrieb seit 1995 lizenzfrei – ein Grund, warum die Technik nie ganz verschwunden ist. Das explorer Magazin (Outdoor-Magazin) bestätigt, dass die Geräte weiterhin produziert und verkauft werden.

Warum war CB-Funk im Vereinigten Königreich illegal?

In Großbritannien war CB-Funk in den frühen 1980er-Jahren illegal, weil die Regierung die Frequenzen für Sicherheitsdienste reserviert hatte. Erst 1981 wurde der Betrieb legalisiert, nachdem eine massive Bürgerbewegung und Schmuggelwellen von Geräten aus den USA den Druck erhöhten. Wikipedia (de) dokumentiert diese historische Episode.

Wurde CB-Funk 2022 verboten?

Nein, 2022 gab es kein Verbot in Deutschland. Es gab jedoch Diskussionen über mögliche Nutzungseinschränkungen, etwa im Zusammenhang mit Störungen durch illegale Verstärker. Bislang ist keine Änderung der Rechtslage erfolgt. Die Bundesnetzagentur (Regulierungsbehörde) hat keine entsprechenden Maßnahmen angekündigt.

Der Kern

CB-Funk ist kein Auslaufmodell, sondern ein Nischenmedium mit stabiler Nutzerbasis. Die gesetzliche Grauzone in anderen Ländern zeigt, wie unterschiedlich die Akzeptanz ist. Die Beständigkeit des CB-Funks unterstreicht, dass analoge Funktechniken selbst im digitalen Zeitalter ihren Platz behaupten.

Welche Frequenz hat CB-Funk?

CB-Funk arbeitet im 11-Meter-Band bei 27 MHz. Die genauen Frequenzen sind europaweit harmonisiert, aber es gibt nationale Besonderheiten.

Welche Frequenzen werden für CB-Funk verwendet?

Die 40 Hauptkanäle liegen zwischen 26,965 MHz und 27,405 MHz, jeweils mit 10 kHz Abstand. DL3FTZ (Funkamateur-Blog) listet alle Kanäle auf. In Deutschland gibt es zusätzlich die nationalen Zusatzkanäle 41 bis 80 im unteren Frequenzbereich, die nicht in allen EU-Ländern genutzt werden dürfen.

Auf welchem Kanal sollte ich mein CB-Funkgerät lassen?

Der Notrufkanal ist Kanal 9 (27,065 MHz). Für den allgemeinen Verkehr auf der Straße hat sich Kanal 19 (27,185 MHz) als Standard etabliert – dort sind Lkw-Fahrer und Fernfahrer am aktivsten. MWF-Service (Funkfachhändler) empfiehlt, auf Kanal 19 zu bleiben, um Kontakt zu finden.

Welche CB-Funk-Frequenz wird in Irland verwendet?

Irland folgt der CEPT-PR27GB-Regelung, die 40 FM-Kanäle vorsieht, aber kein AM erlaubt. Reisende aus Deutschland können ihre Geräte mitnehmen, sollten aber vorher die AM-Funktion deaktivieren. Alex’s Radio Shop (Händlerdokument) gibt einen Überblick über die länderspezifischen Unterschiede.

Der Trade-off

Wer mit 40 Kanälen auskommt, ist in ganz Europa flexibel. Wer die deutschen Zusatzkanäle nutzt, riskiert in Grenzregionen Störungen – eine Schutzzone von mehreren Kilometern gilt. Die Kanalwahl entscheidet daher über die internationale Nutzbarkeit.

Was ist die 3-3-3-Funkregel?

Die 3-3-3-Regel ist eine ungeschriebene Etikette im CB-Funk, die einen fairen Betrieb gewährleisten soll.

Welche Regeln gelten für CB-Funk?

  • 3-3-3-Regel: 3 Sekunden zuhören, 3 Sekunden senden, 3 Sekunden Pause – damit alle Teilnehmer die Chance haben, sich zu melden.
  • Sendeleistung: Maximal 4 Watt bei AM/FM, 12 Watt bei SSB. AFU-Base (Amateurfunk-Portal) erklärt die technischen Grenzen.
  • Keine Störungen: Es ist verboten, andere Funkdienste zu stören oder die Sendeleistung zu überschreiten.
  • Kanal 9: Für Notfälle reserviert – private Gespräche sind hier tabu. Wikipedia (de) führt die Regeln auf.
Fazit: Die 3-3-3-Regel ist ein einfaches, aber wirksames Mittel, um den Funkkanal für alle offen zu halten. Für Lkw-Fahrer: Kurz und präzise funken, dann zuhören. Für Hobbyfunker: Disziplin lohnt sich – sonst wird der Kanal schnell unbrauchbar. Die Einhaltung dieser Regel sichert den dauerhaften Betrieb.

Wie groß ist die Reichweite von CB-Funk?

Die Reichweite hängt stark von der Umgebung, der Antenne und dem Modulationsverfahren ab. WiMo (Funkzubehör-Händler) unterscheidet zwischen Bodenwelle (5–30 km) und Raumwelle (400–2.300 km).

Gibt es CB-Funkgeräte mit 100 km Reichweite?

100 km sind extrem selten und nur unter optimalen Bedingungen möglich – etwa über Wasser oder mit SSB und einer starken Richtantenne. 12db.de (Ratgeber-Seite) nennt für eine Heimstation mit Außenantenne eine typische Reichweite von 20–50 km, eine Mobilstation erreicht 10–15 km.

Wo kann man CB-Funk kaufen?

CB-Funkgeräte sind im Fachhandel und online erhältlich. 12db.de (Ratgeber-Seite) nennt Einstiegssets ab etwa 60 Euro plus Magnetfußantenne für 20–40 Euro. Marken wie Midland, Alan und President dominieren den Markt.

Ein Vergleich der Gerätetypen zeigt die Bandbreite:

Gerätetyp Typische Reichweite Preisklasse (ca.)
Handfunkgerät 1–5 km 30–80 €
Mobilgerät (Fahrzeug) 10–30 km 60–200 €
Feststation mit Außenantenne 20–50 km 150–500 €

Die Preise beziehen sich auf reine Gerätekosten – Antenne und Zubehör kommen dazu. 12db.de (Ratgeber-Seite) gibt eine detaillierte Marktübersicht. Die Reichweitenangaben zeigen, dass die Investition in eine gute Antenne die größte Wirkung entfaltet.

Was bedeutet 10:10 im CB-Funk-Jargon?

10:10 ist ein Code aus der standardisierten 10-Code-Liste und bedeutet „Übermittlung beendet, stehe auf Empfang“. Wikipedia (de) listet die wichtigsten Codes auf:

  • 10-1: Schlecht empfangbar
  • 10-4: Verstanden
  • 10-7: Außer Betrieb
  • 10-10: Sendebereit, warte auf Antwort
  • 10-20: Standortangabe

Die 10-Codes erleichtern die Kommunikation, sind aber nicht verbindlich – im Zweifel kann man auch Klartext sprechen.

Was zu beachten ist

Die 10-Codes sind nicht weltweit einheitlich. Ein 10-10 in den USA kann eine andere Bedeutung haben als in Europa. Wer viel unterwegs ist, sollte sich vorher informieren. Diese Abweichungen sind ein praktisches Hindernis im internationalen Funkverkehr.

Bestätigte Fakten

  • CB-Funk existiert und ist in Deutschland legal
  • 27-MHz-Band mit 40 Kanälen
  • 3-3-3-Regel gilt
  • 10:10 = Übermittlung beendet
  • Kanal 9 für Notfälle, Kanal 19 für Fahrer

Was unklar ist

  • Exakte Reichweite bei speziellen Wetterlagen
  • Zukunft der CB-Nutzung in Europa – mögliche Einschränkungen
  • Einheitlichkeit der 10-Codes weltweit (länderspezifische Abweichungen)
  • Auswirkungen von digitalen Alternativen (DMR, freiDMR) auf die analoge Nutzung
  • Anzahl der aktivn CB-Funker in Deutschland – keine offizielle Statistik
  • Ob CB-Funk in Zukunft durch freiDMR ersetzt wird
  • Inwieweit Störungen durch illegale Verstärker die Nutzung beeinträchtigen
  • Ob eine neue Lizenzpflicht in der EU diskutiert wird
  • Wetterbedingte Überreichweiten sind schwer vorhersagbar

„CB-Funk ist ein Landfunkdienst, der von jedermann ohne Lizenz genutzt werden kann, sofern die technischen Vorschriften eingehalten werden.“

Wikipedia (de) – Definition des CB-Funks

„Die Frequenznutzung im CB-Band unterliegt der Regulierung durch die Bundesnetzagentur, die die Einhaltung der Sendeleistungsgrenzen und Kanalbelegung überwacht.“

Bundesnetzagentur (Regulierungsbehörde) – Grundsätze der Frequenzverwaltung

CB-Funk ist kein Relikt der Vergangenheit, sondern ein lebendiges Hobby mit klaren Regeln und einer treuen Gemeinschaft. Für Lkw-Fahrer bleibt er das zuverlässigste Kommunikationsmittel auf der Straße – ohne Datenflatrate und ohne Netzabdeckungslücken. Für Hobbyfunker bietet er mit SSB und externen Antennen die Möglichkeit, über hunderte Kilometer zu funken. Die Entscheidung ist klar: Wer bereit ist, sich mit den Regeln vertraut zu machen, findet einen kostengünstigen und unabhängigen Funkdienst, der auch in Zeiten von 5G noch funktioniert.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich eine Lizenz für CB-Funk in Deutschland?

Nein, in Deutshland ist CB-Funk seit 1995 lizenzfrei. Jeder darf ein zugelassenes Gerät nutzen, ohne Prüfung oder Gebühren.

Kann ich mit CB-Funk international kommunizieren?

Ja, mit der Raumwelle (DX) sind Verbindungen über 2.000 km möglich, besonders bei günstiger Ausbreitung im Sommer. Allerdings müssen die Frequenzvorschriften der Zielländer beachtet werden.

Welche Antenne ist für CB-Funk am besten?

Eine Außenantenne (z.B. 1/2-Lambda oder 5/8-Lambda) bringt die beste Reichweite. Für den mobilen Einsatz ist eine Magnetfußantenne auf dem Fahrzeugdach empfehlenswert.

Wie kann ich die Reichweite meines CB-Funks erhöhen?

Durch eine bessere Antenne, höheren Aufbau, SSB-Modulation und eine störungsfreie Umgebung. Die Sendeleistung darf nicht erhöht werden – das ist illegal.

Sind CB-Funkgeräte noch legal?

Ja, Geräte mit CE-Kennzeichnung und Zulassung für den deutschen Markt sind legal. Illegale Verstärker oder Frequenzumgehungen sind verboten.

Was ist der Unterschied zwischen CB-Funk und Amateurfunk?

Amateurfunk erfordert eine Prüfung und Lizenz, erlaubt aber höhere Leistung und mehr Frequenzbänder. CB-Funk ist lizenzfrei, aber auf 27 MHz und 4 W beschränkt.

Kann ich CB-Funk im Auto nutzen?

Ja, Mobilgeräte mit 12-V-Anschluss sind Standard. Die Montage einer Außenantenne (z.B. Magnetfuß) ist erlaubt und verbessert die Reichweite deutlich.