Wer einen kompakten SUV sucht, landet schnell beim Mercedes GLA – dem kleinen Bruder der GLK-Klasse. Dabei stellt sich die Frage: Ist er wirklich ein Geländewagen oder eher ein hochgelegter Kombi? Dieser Artikel liefert verlässliche Zahlen zu Preisen, Motoren und alltäglichen Schwachstellen, damit Sie beim Kauf genau wissen, worauf Sie sich einlassen.

Preis ab (Deutschland): ca. 40.000 € ·
Motorvarianten: Benzin, Diesel, Plug-in-Hybrid ·
Leistungsspanne: 109–225 kW (150–306 PS) ·
Höchstgeschwindigkeit: bis zu 250 km/h ·
Kofferraumvolumen: 425–1.420 Liter

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Die genauen Preise für das Modelljahr 2026 können leicht abweichen (ADAC)
  • Die tatsächliche Haltbarkeit der neuen Mild-Hybrid-Motoren ist noch nicht ausreichend dokumentiert (ADAC)
  • Ob der GLA als Luxuswagen gilt, ist subjektiv; offiziell ist er ein Einstiegs-SUV (ADAC)
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Die Preise für das Modelljahr 2025 sind weitgehend stabil (ADAC (Preisübersicht))
  • Keine offiziellen Informationen zu einem Nachfolger oder Facelift (ADAC (Preisübersicht))
Fünf Eckdaten – der GLA auf einen Blick
Merkmal Wert
Baureihe X 156 (2013–2020), H 247 (seit 2020) (Mercedes-Benz Deutschland)
Karosserie Fünftüriger SUV
Antrieb Vorderradantrieb oder Allrad (4MATIC) (ADAC)
Sitzplätze 5
Kofferraum 425–1.420 Liter (Carwow)
Leergewicht 1.455–1.750 kg (ADAC)

Wie viel kostet ein Mercedes GLA neu?

Die Preisspanne des GLA ist überraschend weit – vom günstigsten Benziner bis zum AMG-Topmodell liegen mehr als 40.000 Euro. Das hat Folgen für die Einordnung: Wer 40.000 Euro ausgibt, bekommt einen soliden Einstiegs-SUV; wer über 60.000 Euro investiert, erwartet zu Recht mehr Luxus.

Preise für die Einstiegsmodelle (GLA 200)

  • Der Basispreis des Mercedes GLA liegt bei etwa 40.000 € (Stand 2025) (Mercedes-Benz Deutschland (Herstellerpreise))
  • Der GLA 200 kostet ab 40.000 € (Carwow (Listenpreise))
  • Auto Bild nennt einen Startpreis von 37.000,80 Euro (AUTO BILD (Video-Test)) – dieser Wert ist aber nicht offiziell bestätigt.

Preise für die Topmodelle (GLA 250, AMG)

  • Der GLA 250 4MATIC beginnt bei etwa 48.000 € (ADAC)
  • Der Mercedes-AMG GLA 45 S kostet rund 65.000 € (Carwow)
  • Der Plug-in-Hybrid GLA 250 e ist ab 51.949 Euro erhältlich (ADAC).

Preisunterschiede zwischen den Ausstattungslinien

Mercedes bietet den GLA in mehreren Linien: Progressive Line (Basis), AMG Line (sportlicher) und Night Edition (dunkles Design). Der Aufpreis zur AMG Line liegt bei rund 3.000 € – inklusive geänderter Stoßfänger, Sportsitze und größerer Räder (Carwow (Konfiguration)).

Aktuelle Angebote und Finanzierungsoptionen

Zum Redaktionszeitpunkt sind auf dem Gebrauchtmarkt GLA der ersten Generation (X 156) ab etwa 20.000 € zu finden (mobile.de (Gebrauchtmarkt-Analyse)). Neuwagen lassen sich häufig mit 0,9 % effektivem Jahreszins über die Mercedes-Benz Bank finanzieren – das senkt die monatliche Rate spürbar (Mercedes-Benz Deutschland (Finanzierungsrechner)).

Fazit: Der GLA ist preislich ein Einstiegs-SUV – aber die AMG-Versionen katapultieren ihn in eine völlig andere Liga. Käufer mit Budget um 40.000 € sollten zum GLA 200 greifen. Käufer, die Leistung suchen, wählen den GLA 250 oder den AMG 35. Der Aufpreis zur AMG Line lohnt sich vor allem optisch, nicht fahrtechnisch.

Welcher Motor im GLA ist der beste?

Die Motorenpalette des GLA reicht von sparsamen Diesel bis zum brachialen AMG-Triebwerk. Sechs Benziner und drei Diesel stehen zur Wahl, dazu ein Plug-in-Hybrid (ADAC (Motorübersicht)). Welcher Antrieb am besten zu Ihrem Alltag passt, hängt vor allem vom Fahrprofil ab.

Übersicht der Motorisierungen (Benziner, Diesel, Hybrid)

  • Benziner: GLA 180 (136 PS), GLA 200 (163 PS), GLA 250 (224 PS), GLA 35 (306 PS), GLA 45 (387 PS), GLA 45 S (421 PS) (ADAC)
  • Diesel: GLA 180 d (116 PS), GLA 200 d (150 PS), GLA 220 d (190 PS) (Carwow (Dieselübersicht))
  • Plug-in-Hybrid: GLA 250 e (160 PS Systemleistung) (ADAC)

Empfehlung für Stadtverkehr vs. Langstrecke

Stadtverkehr: Der GLA 200 (163 PS Benzin) reicht völlig – er ist leise, spritzig und günstig in der Anschaffung (mobile.de (Fahrbericht)). Der 1,33‑Liter‑Motor stammt von Renault, arbeitet aber kultiviert (mobile.de).

Langstrecke: Der GLA 220 d (190 PS Diesel) ist die beste Wahl – er kombiniert niedrigen Verbrauch (ca. 5,5 l/100 km) mit hohem Drehmoment (ADAC (Verbrauchsdaten)). Allerdings kritisieren Tester die Laufkultur und Sitzvibrationen des Dieselmotors (auto motor und sport YouTube (Fahrbericht GLA 220 d)).

Zuverlässigkeit der Motoren – Erfahrungen von Langzeitbesitzern

Laut Werkstatterfahrungen und Foren sollten Käufer die Vierzylinder-Motoren der Baureihen M270/M274 meiden – sie neigen zu Steuerkettenproblemen (AutoDOC (Werkstatthandbuch)). Die neueren Motoren ab Baujahr 2020 gelten dagegen als robuster. In der ADAC-Pannenstatistik fällt der GLA nicht negativ auf (Carwow (Pannenstatistik)).

Der beste Motor im GLA

Der 2,0‑Liter‑Turbobenziner im GLA 250 (224 PS) bietet die beste Kombination aus Leistung und Effizienz – er ist sparsamer als der AMG, aber spürbar kräftiger als der 200er (ADAC (Testbericht GLA 250)). Für Vielfahrer bleibt der GLA 220 d die erste Wahl, trotz der leichten Vibrationsprobleme.

Fazit: Der GLA 250 (Benzin) ist der Allrounder unter den Motoren – leise, stark und ausreichend effizient. Der GLA 220 d (Diesel) punktet auf Langstrecken mit niedrigem Verbrauch, aber die Laufkultur enttäuscht. Von den alten M270/M274-Motoren (vor 2020) raten Werkstätten ab.

Ist der GLA ein gutes Auto?

Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten – der GLA fährt sich komfortabel, verarbeitet hochwertige Materialien, aber er ist kein echter Geländewagen. Die Ergebnisse des TÜV-Reports und der ADAC-Pannenstatistik zeichnen ein durchschnittliches Bild (Carwow (TÜV-Report)).

Vor- und Nachteile des Mercedes GLA

Vorteile

  • Hochwertige Innenausstattung (Leder, Aluminium, Ambientebeleuchtung) (ADAC)
  • Guter Fahrkomfort auch auf Langstrecken (Carwow)
  • 5 Sterne im Euro NCAP (2014, 2020) (ADAC)

Nachteile

  • Geringe Bodenfreiheit – kaum fürs Gelände geeignet (mobile.de)
  • Hintere Sitzbank für Erwachsene auf Langstrecken nicht optimal (Carwow)
  • Mängel an Bremsanlage und Lenkung im TÜV-Report 2025 (Carwow (TÜV-Report))

Qualität im Vergleich zu direkten Konkurrenten (BMW X1, Audi Q3)

Der GLA liegt preislich zwischen dem BMW X1 (ab ca. 39.000 €) und dem Audi Q3 (ab ca. 38.000 €) (ADAC (Konkurrenzvergleich)). In der Verarbeitung zieht Mercedes meist gleich, aber die Materialanmutung im Innenraum ist nicht durchgängig luxuriös (Carwow). Der X1 bietet mehr Platz, der Q3 eine bessere Übersicht.

Gilt der GLA als Luxuswagen?

Offiziell vermarktet Mercedes den GLA als Einstiegs-SUV, nicht als Luxusklasse (Mercedes-Benz Deutschland). Die hochwertigen Materialien und die Optionen (MBUX, Panoramadach) heben ihn aber von günstigeren Kompakt-SUVs ab. Wer Luxus im Sinne von S-Klasse oder GLS erwartet, wird enttäuscht – für gehobene Einstiegsklasse reicht es dagegen.

Langzeitqualität und TÜV-Ergebnisse

Im TÜV-Report 2025 schneidet der GLA durchschnittlich ab. Häufigste Mängel: die Bremsanlage (vorzeitiger Verschleiß) und die Lenkung (Spiel) (Carwow (TÜV-Report)). Die Pannenstatistik des ADAC zeigt keine Auffälligkeiten – der GLA ist kein Dauerpendler zur Werkstatt, aber auch kein Musterknabe.

„Der GLA überzeugt im Test mit gutem Fahrkomfort, aber die Materialanmutung im Innenraum ist nicht durchgehend luxuriös.“ – ADAC-Tester (ADAC)

„Der GLA ist eher ein hochgelegter A-Klasse-Kombi als ein echter SUV – wer mehr Offroad will, sollte zum GLB greifen.“ – Carwow-Redakteur (Carwow (Testbericht))

„Beim GLA treten überdurchschnittlich häufig Mängel an der Bremsanlage und der Lenkung auf.“ – TÜV-Report 2025 (Carwow (TÜV-Daten))

Fazit: Der GLA ist ein solider, komfortabler Einstiegs-SUV mit gehobener Ausstattung – aber kein Luxusfahrzeug und kein Geländewagen. Käufer, die echten Offroad-Einsatz planen, greifen besser zum GLB. Wer vor allem Stadt und Autobahn fährt, bekommt einen zuverlässigen und angenehmen Begleiter.

Ist der GLA größer als die A-Klasse?

Der Größenvergleich zwischen GLA und A-Klasse ist eine der häufigsten Fragen – und die Antwort überrascht: Der GLA ist kürzer, aber höher und bietet mehr Kofferraum als die A-Klasse Limousine.

Maße im direkten Vergleich

Vier Fahrzeuge, eine klare Abstufung: Der GLA ist rund 10 cm kürzer als die A-Klasse Limousine, aber 10–15 cm höher. Das verändert die Sitzposition und das Kofferraumvolumen grundlegend.

Abmessungen: GLA, A‑Klasse, B‑Klasse und CLA im Vergleich
Modell Länge Höhe Breite Kofferraum
Mercedes GLA (H 247) 4.410 mm 1.611 mm 1.834 mm 425 l
Mercedes A‑Klasse Limousine 4.549 mm 1.449 mm 1.796 mm 370 l
Mercedes B‑Klasse 4.419 mm 1.562 mm 1.796 mm 455 l
Mercedes CLA 4.688 mm 1.439 mm 1.830 mm 460 l

Quellen: ADAC (GLA), Mercedes-Benz Deutschland (GLA), Carwow (GLA)

Platzangebot im Innenraum und Kofferraum

Der GLA fasst 425 Liter Gepäck – das sind 55 Liter mehr als die A‑Klasse Limousine (ADAC). Die B‑Klasse liegt mit 455 Litern noch etwas darüber, der CLA mit 460 Litern. Die erhöhte Sitzposition im GLA ist ein klarer Vorteil für Ein- und Ausstieg sowie Übersicht im Stadtverkehr.

Höhe und Sitzposition

Mit 1.611 mm Höhe sitzt man im GLA rund 16 cm höher als in der A‑Klasse (1.449 mm). Das entlastet die Knie bei langen Fahrten und verbessert den Rundumblick (Carwow).

Fazit: Der GLA ist kürzer als die A‑Klasse Limousine, aber deutlich höher. Für Familien mit Kindern ist er praktischer, weil die Sitzposition den Einstieg erleichtert und der Kofferraum mehr Volumen bietet. Wer maximale Ladekapazität braucht, sollte zur B‑Klasse oder zum CLA greifen.

Welche Schwächen hat der Mercedes GLA?

Kein Auto ist perfekt – der GLA hat eine Reihe bekannter Schwachstellen, die Käufer kennen sollten. Die Bandbreite reicht von elektronischen Wehwehchen bis zu mechanischen Problemen, die teuer werden können.

Häufige technische Probleme

  • Steuerkettenprobleme bei älteren Vierzylinder-Motoren (M270/M274) – Werkstattkosten ab 1.500 € (AutoDOC (Werkstatthandbuch))
  • Das Doppelkupplungsgetriebe (DCT) kann bei kaltem Motor ruckeln (Carwow (Fahrbericht))
  • 4MATIC-Differential: Geräusche und Vibrationen ab 80.000 bis 120.000 km (AutoDOC)

Schwachstellen der Elektronik und Infotainment

  • Das MBUX-System stürzt gelegentlich ab oder reagiert träge (Carwow)
  • Probleme mit der Software der Assistenzsysteme (Spurhalteassistent, Totwinkelwarner) treten vereinzelt auf (ADAC)

Qualität der Innenraumverarbeitung

Die Materialwahl ist überwiegend hochwertig, aber es gibt Berichte über Knarzen im Armaturenbrett und lockere Verkleidungen nach höheren Laufleistungen (mobile.de).

Kosten der Wartung und Ersatzteile

Ein Ölwechsel beim GLA kostet je nach Motor zwischen 200 und 400 € in der freien Werkstatt, der Zahnriemenwechsel liegt bei etwa 600–900 € (AutoDOC). Die Bremsen verschleißen bei häufiger Stadtfahrt schneller als bei Wettbewerbern – ein kompletter Satz (vorne + hinten) kostet rund 800 €.

„Beim GLA treten überdurchschnittlich häufig Mängel an der Bremsanlage und der Lenkung auf.“ – TÜV-Report 2025 (Carwow (TÜV-Daten))

Fazit: Der GLA ist kein Problemkind, aber drei Punkte sind kritisch: die Steuerkette der alten Motoren, das ruckelnde DCT-Getriebe und das anfällige 4MATIC-Differential. Bei Fahrzeugen ab Baujahr 2020 entschärfen sich die Motorenprobleme. Käufer eines Gebrauchten sollten unbedingt die Werkstatthistorie prüfen lassen.

Fazit und Empfehlung

Der Mercedes GLA ist ein komfortabler, gut ausgestatteter Kompakt-SUV für den Alltag – aber kein Geländewagen, kein Luxusfahrzeug und kein Schnäppchen in der Wartung. Für Käufer in Deutschland, die ein zuverlässiges Fahrzeug für Stadt und Autobahn suchen, ist der GLA 200 (Benzin) oder der GLA 220 d (Diesel) die richtige Wahl. Für Vielfahrer mit höherem Budget bietet der GLA 250 das beste Gesamtpaket. Die Alternative ist klar: Wer mehr Offroad-Fähigkeit will, kauft den GLB; wer mehr Platz braucht, den BMW X1. Entscheidung gefallen? Dann achten Sie auf die Baujahre ab 2020 und eine lückenlose Wartungshistorie.

Wer sich für die Schwachstellen und Preise des aktuellen Modells interessiert, findet in unserem ausführlichen Test zum Mercedes GLA detaillierte Informationen zu allen Motoren und häufigen Problemen.

Häufig gestellte Fragen

Hat der Mercedes GLA Allradantrieb?

Ja, viele Modelle sind optional oder serienmäßig mit 4MATIC-Allradantrieb erhältlich. Der GLA 250 4MATIC und die AMG-Versionen haben Allrad, der GLA 200 ist nur mit Frontantrieb lieferbar (ADAC).

Wie viel Kofferraumvolumen hat der GLA?

Das Kofferraumvolumen beträgt 425 Liter (hinter der Rücksitzbank) und bis zu 1.420 Liter bei umgeklappter Rücksitzbank (Mercedes-Benz Deutschland).

Welche Sicherheitsausstattung bietet der GLA?

Serienmäßig sind autonome Notbremsung, Spurhalteassistent und Verkehrszeichenerkennung an Bord. Optional gibt es Totwinkelassistent und adaptiven Tempomat. Der GLA erhielt 5 Sterne im Euro NCAP (ADAC).

Wie hoch ist der Verbrauch des Mercedes GLA 200?

Der GLA 200 (163 PS, Benzin) verbraucht laut ADAC zwischen 6,2 und 7,0 Liter auf 100 km im Mix (ADAC). Die Diesel liegen bei etwa 5,0–5,5 Litern.

Ist der GLA als Familienauto geeignet?

Ja, eingeschränkt. Die Rückbank bietet für zwei Erwachsene auf Kurzstrecken ausreichend Platz, für lange Fahrten ist die Beinfreiheit knapp. Der Kofferraum (425 l) reicht für einen Kinderwagen und Einkäufe (Carwow).

Welches ist das beste GLA-Modell für Langstrecken?

Der GLA 220 d (Diesel, 190 PS) bietet die niedrigsten Verbräuche und die größte Reichweite. Der GLA 250 (Benzin, 224 PS) ist leiser und komfortabler, verbraucht aber mehr (ADAC).

Gibt es eine Elektroversion des GLA?

Nein, der GLA wird aktuell nicht als reines Elektroauto angeboten. Mercedes bietet den EQA als vollelektrisches SUV in ähnlicher Größe an (Mercedes-Benz Deutschland).